Was ist HIFU?HIFU-ZentrenDas HIFU-GerätPatientenberichteProstatakrebsTips

Den Prostatakrebs besiegen,
Die Lebensqualität verbessern

Im November 2003 ließ mich mein behandelnder Urologe hier in Berlin wissen, dass meine letzten PSA-Werte überdurchschnittlich hoch waren. So wurde bei einem festgestelltem PSA-Wert, der zwischenzeitlich von 4,0 µg/l auf 7,3 µg/l angestiegen war, eine zweite Prostatastanzbiobiopsie zum 3. Dezember vereinbart. Hierbei wurden erstmal 12 Gewebeproben entnommen. Das Ergebnis lautete: Prostata-Karzinom, Gleason-Score 1+1=2.<<br />> Noch am selben Abend musste ich wegen einer progredienten Makrohämaturie mit Harnverhalt die Erste Hilfe der Charité Campus Benjamin Franklin in Berlin aufsuchen.<<br />> Hier verblieb ich bis zum 23. Dezember 2003. Zwischenzeitlich wurde am 17.12.03 eine palliative transurethrale Resektion der Prostata durchgeführt.<<br />> Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus übernahm mein Urologe im Januar 2004 die weitere Behandlung mit einer Hormonentzugsbehandlung.<<br />> Ungenügend waren die Auskünfte meines behandelnden Urologen auf meine Frage: Was machen Sie, wenn der Tumor sich vergrößert oder sogar Metastasen streut? Die Antwort lautete: Zurzeit sind Ihre PSA-Werte sehr gut und wenn sich daran etwas ändern sollte, werde ich überlegen, welch anderes Mittel zur Anwendung kommen kann. Der immer wiederholte Satz des Urologen, sie sterben ohnehin vorher an einer anderen Erkrankung, stellte mich nicht zufrieden und ich begann im Internet nach weiteren Behandlungsmöglichkeiten zu suchen.<<br />> So stieß ich auf die Möglichkeit einer Seedimplantation und nahm Verbindung zu einem Urologen auf, der diese Behandlung in Berlin durchführt. Da aber zu dieser Zeit meine PSA-Werte sich mit 0,037mg/dl auf einem sehr guten Stand befanden, schob ich meine Entscheidung auf.<<br />> Ich recherchierte weiter im Internet und fand Anfang 2006 den Hinweis auf eine ganz neue Methode der Behandlung, der HIFU. Meine Anfrage bei der Firma Edap in Flensburg wurde schnell und umfassend mit ausreichendem Material beantwortet und es war nur noch ein kleiner Schritt zur Tat. Ich nahm sofort Kontakt zum hiesigen Benjamin Franklin Krankenhaus auf und vereinbarte sofort einen Gesprächstermin, dem ein festgelegter Behandlungstermin am 19. Mai 2006 folgte. Nach einer Vollnarkose gegen 8.00 Uhr im OP der Urologie übernahm der leitende Oberarzt Dr. Schostak die HIFU-Behandlung, die ca. 2 Stunden dauerte und komplikationslos verlief.<<br />> Mein Aufenthalt im Krankenhaus bis zum 23. Mai 2006 und der Verlauf der weiteren Behandlung können als sehr erfreulich bezeichnet werden.<<br />> Ich werde nun von meinem Urologen weiter betreut und unterliege weiteren urologischen Untersuchungen im Klinikum Benjamin Franklin nach einem festen Plan.<<br />> Bedauerlich scheint mir, dass die von mir kontaktierten Urologen über die Behandlungsmethoden scheinbar gar nicht informiert sind und für Patienten ohne eigene Initiative wenig Aussicht auf eine HIFU-Behandlung besteht. So wurde mir bei meinem ersten urologischen Krankenhausaufenthalt im Dezember 2003 kein Hinweis auf die Möglichkeit einer solchen Behandlung angeboten.<<br />> Der Krebs ist eine solch fürchterliche Krankheit, die, wenn einem die Diagnose mitgeteilt wird, einen in ein großes Loch wirft. Umso mehr ist die Aufklärung über die möglichen Behandlungsmethoden sehr hilfreich. Sie muss nur erfolgen, und da liegt es noch sehr im Argen. Bei mir wurde Ende Januar 2004 nach einem PSA - Anstieg von 1,1 auf 4,4 ng/l ein Prostatakarzinom festgestellt. Mit diesem Ergebnis hatte ich gefühlsmäßig schon gerechnet, diese Diagnose traf mich somit nicht unvorbereitet. Der Tumor wurde als T2B eingestuft und mein behandelnder Urologe riet mir zur sofortigen Prostatektomie.<<br />> Ich unterhielt mich zunächst mit einem ebenfalls betroffenen Kollegen, der sich drei Jahre vorher in Hamburg bei Prof. Huland hatte operieren lassen und danach in den Ruhestand gegangen war. Da mir die Operation mit allen ihren Konsequenzen wenig attraktiv erschien, informierte ich mich weiter, u.a. auch über die perkutane Bestrahlung und über die Implantation von Seeds.<<br />> <<br />> Meine Entscheidung fiel nach Rücksprache mit dem Chefarzt der Urologie eines hiesigen Krankenhauses zu Gunsten der perkutanen Bestrahlung aus. Insbesondere waren mir der Potenzerhalt und die Vermeidung der Inkontinenz sehr wichtig.<<br />> <<br />> Der Zufall ließ mich einige Tage nach meiner Entscheidung mit einem befreundeten Ex-Schüler und Chirurgen telefonieren. Er riet mir dringend von der Bestrahlung ab, da im hiesigen Krankenhaus nach einer 10 Jahre alten Methode und sehr radikal bestrahlt würde. Wenn schon Bestrahlung, dann in Hamburg oder München.<<br />> <<br />> Während ich nun nach einem Krankenhaus zur perkutanen Bestrahlung suchte, erfuhr ich durch einen Freund, der zufällig in der Sprechstunde von BR 3 über die Ultraschallbehandlung von Prostatakrebs gehört hatte, dass solch eine Behandlung in München durchgeführt würde. Die Suche nach dem Krankenhaus gestaltete sich allerdings als äußerst schwierig. Die urologischen Abteilungen der Münchner Krankenhäuser erwiesen sich als wenig auskunftsfreudig.<<br />> <<br />> Erst durch eine Exschülerin, die sich am Krebsforschungszentrum in Heidelberg habilitierte, erfuhr ich von der Möglichkeit der HIFU - Behandlung in München - Harlaching. Ich ließ mir sofort Informationsmaterial zukommen und schickte meine Untersuchungsdaten an das Städtische Krankenhaus München Harlaching. Die HIFU - Behandlungsmethode als minimal-invasive Behandlung überzeugte mich sofort. Da meine Untersuchungswerte passend für eine HIFU - Behandlung waren, wurde diese am 30.3.2004 in einer Allgemeinnarkose durchgeführt.<<br />> Nach der HIFU-Behandlung kam es kurzzeitig (ca. 4 Wochen) zu einer leichten Stressinkontinenz. Die Errektionsfähigkeit war, da ein Errektionsnerv zerstört werden musste, leicht eingeschränkt, konnte aber durch die Gabe von 1/4 Tabl. Cialis 20 mg pro Tag inzwischen zu ca. 90 % wieder hergestellt werden.<<br />> <<br />> Im weiteren Verlauf stieg der PSA - Wert von 0,3 ng/l (Sommer 2004) auf 1,32 ng/l (Herbst 2006) an. Im Mai 2005 wurde eine Stanzbiopsie mit negativen Ergebnissen durchgeführt. Während des Anstiegs riet mein niedergelassener Urologe im Januar 2006 zu einer zusätzlichen perkutanen Bestrahlung und im Mai 2006 zu einer Hormontherapie. Beides wurde von mir abgelehnt.<<br />> <<br />> Im Dezember 2006 ließ ich zur Abklärung des PSA - Anstiegs eine Saturationsstanze mit 21 Stanzzylindern durchführen. Histologisches Ergebnis: Tumorfreies Prostatagewebe mit herdförmiger, ausgeprägter, chronischer, teilweise destruierender und fi<br />osierender Prostatitis und Prostatolithiasis, kein Malignitätsverdacht. Die Ursache des PSA-Anstieges dürfte in der im histologischen Befund beschriebenen Prostatitis (Prostataentzündung) liegen. Durch die Ultraschallbehandlung werden Ausführungsgänge von Prostatadrüsen verstopft, es bilden sich aus eingedicktem Sekret Prostatasteine (s.g. Prostatolithiasis), die wiederum zu abakteriellen Entzündungen im Drüsenkörper des Rest-Prostatagewebes führen können. Eine kausale Therapie gibt es hierfür nicht. Ein Behandlungsversuch könnten mit so genannten nichtsteroidalen Antiphiogistika durchgeführt werden (z.B. Voltaren oder Diclofenac), um die Entzündungsreaktionen abzudämpfen.<<br />> <<br />> Trotz des jetzt, im Januar 2007, hervorragenden Untersuchungsergebnisses sollte die Nachsorge wie bisher durchgeführt werden. Meiner Ansicht nach habe ich den Krebs besiegt. Der PSA- Anstieg hätte durchaus auch von meinem Urologen schon vorher behandelt werden können. Weiterhin bin ich der Meinung, dass jeder Patient sich so umfangreich wie möglich beraten lassen und informieren sollte. Gerade bei solch einer Erkrankung sind viele Meinungen besser als nur eine. Was wäre mir alles passiert, hätte ich das nicht getan und mich nur allein auf meinen Urologen verlassen.,,Ich musste sehr stark darauf dringen, um mit Ablatherm behandelt zu werden!" Robert M. <<br />><<br />> Aufzeichnungen vom 06.09.2006 von der Journalistin Nathaly Mermet <<br />><<br />> Im Juli 2003, als man ihm seinen Prostatakrebs ankündigte, war es für Robert M., damals 66 Jahre alt, ein sehr harter Schlag. Sein Urologe bot ihm sofort einen operativen Eingriff an. Der Termin für eine radikale Prostatektomie stand so gut wie fest ... in knapp zwei Monaten! <<br />><<br />> Durch einen unglaublichen Zufall sieht jedoch Robert M. einige Tage nach der <br />utalen Nachricht eine Fernsehsendung, in der die Rede von Prostatakrebs ist. Bei dieser Gelegenheit wird sehr flüchtig über eine neue Technologie gesprochen: Ablatherm. Sehr angetan von der erwähnten nicht-invasiven Lösung schöpft er wieder Hoffnung ... und spricht seinen Urologen darauf an, um in Erfahrung zu <br />ingen, ob auch er von dieser Therapie mit hochintensiv fokussierten Ultraschallwellen profitieren könne. Die Antwort ist unwiderruflich und zielt darauf ab, ihm jegliche Alternative abzuschlagen: ,,Er ist zu jung, die Therapie hat sich nicht bewährt." <<br />><<br />> Zu jung, ja ! ... Robert ist allerdings entschlossen, sich damit nicht abzufinden und eine andere Meinung zu Rate zu ziehen. Und seinen Operationstermin nimmt er auch gar nicht wahr... <<br />><<br />> Die Sexualität, ein sehr wichtiges Thema für die Männer. <<br />><<br />> Er wartet nicht lange: manchmal ist ein Netzwerk sehr nützlich ... und so ist es ein Urologie-Professor aus Nîmes, der in an eine Klinik in Montpellier verweist, die mit der Ablatherm-Technologie ausgestattet ist. Er glaubt bereits aus der Schlinge befreit zu sein, als ein weiteres Hindernis auftritt: der Chirurg, den er aufsucht, ist auch nicht begeistert! Robert M. ist in der Tat zu jung, da die Empfehlungen des französischen Urologenverbands das Mindestalter bei einer Ablatherm-Behandlung auf 70 Jahre festsetzen. Der Urologe warnt ihn ebenfalls: es handele sich um eine neue Therapieform, für die man noch keine Erfahrungswerte habe, usw. ,,Mit 66 Jahren wollte ich meine Sexualität nicht aufgrund einer invasiven Operation verpfuschen ...da sehr wohl weniger invasive Lösungen existieren, die vor allem die Erektionsfähigkeit bewahren!", erklärt Robert. Er gibt es offen zu: ein Leben ohne normale sexuelle Beziehungen kann er sich nur schlecht vorstellen und ... akzeptiert, sämtliche vom Urologen erwähnte Risiken zu übernehmen. <<br />><<br />> Letzterer hierzu: ,,Herr M. gehört zu den besonders motivierten Patienten, für die man eine Ausnahme von der Regel, die vom Urologenverband diktiert wird, in Betracht ziehen kann." Es gibt in der Tat einen Unterschied von 4 Jahren bezüglich des Mindestalters, das vom Verband empfohlen wird. ,,Aber es handelt sich um Ausnahmefälle, zu denen stets mehrere Termine und intensive Diskussionen zwischen Patienten und Urologen gehören", hebt der Arzt hervor.<<br />> ,,Urologen sind in erster Linie Männer, die sich nicht für etwas besonders halten und mit denen eine Diskussion stets offen ist ... unter Männern!", bestätigt Robert. <<br />><<br />> Sein Entschluss war also ...ausschlaggebend! Und so sollte er 2003 mit der Ablatherm-Therapie behandelt werden. Heute, mit 69 Jahren, ist er sehr zufrieden, damals so intensiv darauf beharrt zu haben ...wie ein Dickschädel! Und zu Recht: für ihn ist alles gut verlaufen, ohne Schmerzen... ,,Ich hatte nicht einmal den Eindruck, operiert worden zu sein!", fügt er hinzu. ,,Am selben Tag noch kann man aufstehen und die größte Unannehmlichkeit war wohl, dass ich 48 Stunden lang mit einem Katheter spazieren musste", bemerkt er ironisch. <<br />><<br />> Die Entlassung aus dem Krankhaus erfolgt dann unter der Bedingung, drei Harntaschen gefüllt zu haben ...und so erledigte Robert dann hoch motiviert seine Aufgabe in Rekordzeit, wie er mit sehr viel Humor erzählt. ,,Bedenkenlos, da nicht informiert, vertraute ich meine Gesundheit einem Arzt an, so wie meine Steuern einem Steuerberater oder meine Geldanlagen einem Bankier...heute kämpfe ich für ein verstärktes Verantwortungsbewusstsein des mündigen Bürgers innerhalb eines demokratischen Gesundheitswesens."<<br />> Roland Muntz unterzog sich 1999 einer radikalen Prostatektomie. Im Jahre 2002 gründete er den Verein ANAMACaP (Französischer Verein für Prostatakrebs-Kranke), dessen Vorsitzender er ist.<<br />> Aufzeichnungen vom 20. Dezember 2006 von der Journalistin Nathaly Mermet<<br />><<br />> Nach einem fast unmittelbaren Rückfall eines aggressiven Prostatakarzinoms, das bei Roland Muntz 1999, im Alter von 54 Jahren, durch eine radikale Prostatektomie mit Peritoneoskopie operativ entfernt wurde, wurde ihm rasch die Notwendigkeit bewusst, sich näher mit der Krankheit, dem Körper und, allgemein, mit der Gesundheit auseinanderzusetzen und sie zu verstehen. Diese Gesundheit basiert jedoch nicht auf einer exakten Wissenschaft ... und es ist Aufgabe jedes einzelnen, sich seine eigene Wissenschaft anzueignen, um wenigstens über ein Mindestmaß an Informationen zu verfügen.<<br />><<br />> Die Gründung von ANAMACaP<<br />><<br />> ,,Auch wenn ich ANAMACaP gegründet habe, so hat doch Professor Philippe Mangin den Grundstein hierfür gelegt", erinnert sich Roland Muntz. Im Januar 2002 wird der französische Verein für Prostatakrebskranke aus der Taufe gehoben, auf Initiative von Roland Muntz und mit der Unterstützung von Prof. Mangin, dem damaligen Präsidenten des französischen Urologenverbands AFU. ,,Es sind die Patienten, die die Machtausübung beeinflussen", versichert R. Muntz und unterstreicht, ,,dass die Stellungsnahmen von Kranken sicherlich polemisch sind, da sie Beschwerden über das vermitteln, was nicht oder nur schlecht gemacht wurde. Allerdings drücken unsere Stellungnahmen die Wahrheit aus, ohne jeglichen Interessenkonflikt." ANAMACaP ist in Frankreich der einzige nationale Verein für diese Krankheit, zu dem mittlerweile 700 Mitglieder und 1200 Sympathisanten gehören. Aber ,,wir sind im Grunde genommen mindestens 10 000, da es 350 000 Kranke mit 50 000 neuen Fällen jedes Jahr gibt", erläutert R. Muntz und sagt weiter, dass ,,wir die Entscheidungen, die mit unserer Krankheit zusammenhängen, in Zukunft beeinflussen können." Das erklärte Ziel von ANAMACaP ist es, faktisch an einer Definition des öffentlichen Gesundheitswesens, das Leben rettet, mitzuarbeiten... und das wirtschaftliche Leben zu dynamisieren!<<br />> Dank des Beistands eines wissenschaftlichen Rates, dem die wichtigsten Koryphäen aus den Bereichen Urologie, Onkologie und Strahlentherapie angehören, stellt ANAMACaP auch eine Schnittstelle zwischen Patienten und Spezialisten dar, die von zahlreichen Partnern unterstützt wird. ,,Die Gründung von ANAMACaP stammt von der Übertragung einer persönlichen Angst auf einen Lösungsansatz her, der das Fehlverhalten des Gesundheitssystems bezüglich der Früherkennung betrifft", erläutert R. Muntz, über dessen Kopf das Schwert des Damokles stets drohend hängt ,,Eine rechtzeitige Erkennung der Krankheit in einem früheren Stadium hätte mir die Chance gegeben, sie auszumerzen", bedauert er. Als Verfechter öffentlicher Anliegen, so als Bürgermeister und Präsident von Körperschaften &#8722; deshalb jedoch nicht besser informiert &#8722;, verspürt R. Muntz die moralische Verpflichtung, sich im ,,Namen" und zugunsten der Patienten einzusetzen.<<br />><<br />> Information und Prävention<<br />><<br />> Laut Roland Muntz sind 75 % der Bevölkerung nicht über das tatsächliche Risiko eines Prostatakarzinoms informiert ...und weiß folglich auch nicht, dass die Männer einem tödlichen Risiko ausgesetzt sind!<<br />> Prostatakrebs tötet jedoch einen Mann, sobald sich die Krebszellen außerhalb der Prostatakapsel über zwei verschiedene Kanäle ver<br />eiten: die Lymphbahnen, die ganglionäre Metastasen verursachen, und der Blutkreislauf, der zu Knochenmetastasen führt. Die durchschnittlichen Überlebenschancen von diesem Zeitpunkt an betragen zwei Jahre, und die Behandlungen mit Hormon- oder Chemotherapie haben lediglich schmerzlindernden Charakter, da die Krankheit in diesem Stadium unheilbar ist.<<br />> ,,Männer müssen ihre Gesundheit ab dem 45. Lebensjahr besonders kontrollieren", betont Muntz und ,,die Prostatakrebs-Früherkennung muss das gleiche Niveau wie die Brustkrebs- oder Gebärmutterkrebs-Vorsorge erreichen". Natürlich kann das Anliegen von ANAMACaP nur an der Seite von Urologen und Ärzten erfolgreich durchgesetzt werden. Als regelrechte nationale Katastrophe tötet der Prostatakrebs jedes Jahr 10 000 Menschen und ,,mit dem demographischen Seniorenboom erwartet man für das Jahr 2015 neue Höchstwerte", betont Muntz. Auch die Mortalität ist in Frankreich in 10 Jahren um 10 % gestiegen, wohingegen sie in den Vereinigten Staaten in demselben Zeitraum um 25 % zurückgegangen ist.<<br />><<br />> Für eine rechtzeitige Früherkennung<<br />><<br />> Man muss an dieser Stelle daran erinnern, dass es der fortgeschrittene Prostatakrebs ist, der tödliche Folgen hat. Es handelt sich also um den lokal begrenzten Krebs an der Drüse, den es rechtzeitig zu erkennen und auszumerzen gilt. Sobald der Krebs erkannt ist, wird der Kranke durch sein Umfeld beeinflusst und ist überzeugt, dass sein Prostatakrebs systematisch zum Tode führt ... was falsch ist im Falle eines indolenten, lokal begrenzten Tumors. Wird der lokal begrenzte Prostatakrebs frühzeitig erkannt, kann er mit weniger invasiven und folglich weniger lebensgefährlichen Therapien ausgemerzt werden, anstelle der radikalen Prostatektomie. Letztere ist sehr aggressiv und verursacht oft Impotenz- und Inkontinenz-Probleme. Es geht also darum, einen Kompromiss zwischen dem Druck zu finden, dem der Arzt durch seinen Patienten ausgesetzt ist, und dem Druck, den die zuständigen Behörden ausüben, um Vorsorgeuntersuchungen durchzuführen. ,,Wenn wir eine zumindest organisierte Früherkennung für die junge Generation durchführen und den PSA-Schwellenwert auf 2,5 ng/ml festsetzen würden, könnte man die meisten der fortgeschrittenen Krebserkrankungen identifizieren", führt Muntz an. Leider ist der PSA-Test, wie alle anderen Vorsorgetests, nicht perfekt und seine Spezifität ist umstritten, da eine Biopsie, bei einem Niveau von 4 ng/ml, bei 75 % der Patienten keinen Tumor feststellen würde. Aber wenn man die absoluten Daten des PSA-Wertes mit den anderen Parametern in Verbindung <br />ingt, wie freier PSA-Wert, PSA-Dichte, Schnelligkeit und ein niedriger Schwellenwert (2,2 ng/ml), werden Spezifität und Sensibilität erheblich verbessert. Man kann also berechtigterweise davon ausgehen, dass eine solche Frühdiagnose zahlreiche Leben retten kann, zumal sämtliche Länder, in denen eine Vorsorgepolitik eingeführt wurde, eine spektakuläre Senkung der Sterberate aufgezeigt haben. So scheinen die Frühdiagnose-Untersuchungen der Grund eines Abfalls der Sterberate um 25 % bei Prostatakarzinom-Kranken in den USA zu sein, um 50 % in Österreich oder sogar 67 % in Quebec.<<br />> Des Weiteren ist das hartnäckige Zögern gegenüber der Rektaluntersuchung zu erwähnen, seitens der Ärzte wie auch der Patienten. ,,Die Spezifität dieser Untersuchung liegt bei nur 23 % und wenn ein Knötchen entdeckt wird, ist es meistens zu spät", bemerkt Muntz.<<br />> Fazit: mit einer organisierten Früherkennung &#8722; ,,einem PSA-Test pro Jahr, der von der Sozialversicherung erstattet wird", wie Muntz fordert, &#8722; und einer guten Untersuchungspraxis, die zwischen indolentem und aggressivem Krebs mit Hilfe von spezifischen Analysen unterscheidet, ,,würde man 5 000 Menschen pro Jahr retten", erläutert Muntz.<<br />><<br />> Überbehandlungen vermeiden<<br />><<br />> Grundvoraussetzung hierfür ist die Unterscheidung zwischen einem indolenten oder aggressiven Prostatakrebs. Jedoch ,,liegt das Hauptproblem darin, dass unsere Ärzte zwischen diesen beiden sehr unterschiedlichen Tumoren nicht differenzieren: indolent oder aggressiv", erklärt Muntz. Folglich wird die aggressive Therapie, sprich die radikale Prostatektomie empfohlen, die Inkontinenz und Impotenz bei einer Vielzahl von ungerechtfertigen Fällen verursacht.<<br />> Denn wenn ein aggressiver Tumor die Lebensprognose eines jungen Mannes in der Tat stark gefährdet, so rafft der indolente Prostatakrebs den Patienten dagegen nicht hinweg. ,,In diesem Falle wäre es angezeigt, sich für sanftere und weniger aggressive Behandlungstechniken zu entscheiden, wie beispielsweise die Radionuklidtherapie, die Ablatherm-Behandlung, oder auch die intermittierende Hormontherapie &#8722; Androgendeprivation", empfiehlt Muntz. Auf diese Weise würde man zahlreiche Inkontinenz- und Impotenzprobleme vermeiden, die als Folge einer radikaler Prostatektomie bei der Behandlung von indolenten Tumoren auftreten.<<br />> ,,Das aktuelle Problem ist, da diese beiden Krebstypen, indolent oder aggressiv, nicht wirklich unterschieden werden, eine systematisch durchgeführte Vorsorge aber zwangsläufig Prostata-Tumoren aufzeigt ... dass die Ärzte die Männer impotent und inkontinent werden lassen, indem sie ihnen die aggressive Therapieform der Prostatektomie empfehlen", kritisiert Muntz und führt weiter aus ,,dass man zwar mehr als 10 000 Prostatakrebstote pro Jahr in Frankreich akzeptiert, aber nicht bereit ist, 100 000 Impotente oder Inkontinente hinzunehmen."<<br />> Die Lösung des Problems würde folglich in der Unterscheidung zwischen indolentem und aggressivem Krebs liegen, in einer korrekten Diagnose, die ohne Überbehandlung auskommt.<<br />><<br />> Das neue Paradigma: ...ein wirtschaftlicher ,,gewinn<br />ingender" Ansatz!<<br />><<br />> ,,Wenn man 5 000 Männer pro Jahr rettet und ihnen 30 Jahre Überlebenschancen gibt, speist man rund 5 Milliarden Euro in den Wirtschaftskreislauf", erläutert Roland Muntz mit Verweis auf die Studie von Murphy [Kevin Murphy and Robert Topel, Univ. Chicago, Graduate School of Business, J. Politic. Econ. 2006]. Führt man diese wirtschaftliche Überlegung bezüglich Gesundheit weiter fort, so kostete es 15 Euro pro Jahr und pro Mann für die Erstattung des PSA-Vorsorgetests, um auf diese Weise die Prostatektomie-Operationen zu vermeiden, die in Wirklichkeit eine Überbehandlung darstellen und bei indolenten Krebsfällen durchgeführt werden (jeder 2. Fall). ,,Die französische nicht-invasive und wirkungsvolle Technologie Ablatherm® fügt sich bestens in die Strategie dieses neuen Paradigmas ein", freut sich Muntz und unterstreicht bei dieser Gelegenheit ,,das Potenzial dieser neuen Technologie als rettende Therapieform im Fall einer erfolglosen Strahlentherapie."<<br />><<br />> Empfehlungen von ANAMACaP<<br />><<br />> Um die invasiven Behandlungen von indolenten Krebserkrankungen zu unterbinden, ,,wäre es legitim, diese Tumore mit Ablatherm, Radionuklidtherapie oder Androgendeprivation zu behandeln", erklärt Muntz und fordert gleichzeitig eine aktive Überwachung, selbst wenn diese seiner Ansicht nach ,,nicht unserer Mentalität entspricht, da wir eine Höllenangst vor dem Krebs haben, auch wenn er nur indolent ist". Ein fundiertes ,,Staging" (detaillierte Analyse des Tumors) basiert auf präzisen Daten, wie zum Beispiel Total-PSA-Wert, Verhältnis zwischen Total-PSA-Wert/freiem PSA-Wert, Dichte und Schnelligkeit des PSA, PAP, DRU, Prostata-Volumen, Gleason-Score und Ergebnisse der medizinischen Bildübermittlung.<<br />><<br />> Ein indolenter Krebs wird folgendermaßen definiert: o ein PSA-Wert unter 12 o eine PSA-Verdopplungszeit über 3 Jahre o und ein Gleason-Score unter 6.<<br />><<br />> Alle Parameter des Prostatatumors können in der Tat von Algorithmen und Nomogrammen benutzt werden, um die Risiken zu präzisieren und bei der Wahl der wirkungsvollsten Therapie zu helfen.<<br />><<br />> Kontakt<<br />><<br />> ANAMACaP Association Nationale des Malades du Cancer de la Prostate<<br />> 17 bis Avenue Poincaré, 57400 SARREBOURG - Frankreich<<br />> Tel.: +33/3 87 03 05 34 Fax: +33/3 87 03 31 60<<br />> E-Mail: info@anamacap.fr<<br />><<br />> Weitere Infos<<br />><<br />> Website: www.anamacap.fr
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